Hatten wir durch großzügige Spenden aus dem Kreis der Tierarzt-Kollegen in der Vergangenheit die Veterinäre des TOKA-Teams mit Fachliteratur versorgen können, waren dieses Mal beim Projektbesuch in Uganda spezielle Bücher für Para-Vets im Gepäck. Die Gesundheitshelfer erledigen in Uganda einen Großteil der praktischen Arbeit zur Gesunderhaltung der Tierbestände und verfügen über einen reichen Erfahrungsschatz aber meist über eine nur unzureichende Ausbildung und mangelhafte theoretische Kenntnisse. 

 

Paul Kasambeku, Tiergesundheitshelfer im TOKA-Team seit 2016, betreut eine Vielzahl Kleinbauern mit Rinder, Ziegen, Schafen und Geflügel weit außerhalb Igangas im Busch. Ein eigenes Lehrbuch hat er noch nie in den Händen gehalten. Nun liest er bis spät in die Nacht, wacht nach zwei Stunden kurzen Schlafes wieder auf, um bis zum Morgengrauen weiterzulesen, wie er erzählt. Dieses Buch, speziell auf seine Fragen bei der täglichen Arbeit ausgerichtet, bedeutet ihm viel! Und macht ihn stolz! „Ich bin zu einem wichtigen Mann geworden!“ sagt er mir beim nächsten Treffen, „meine Farmer kommen immer häufiger und holen sich Rat und Hilfe, wenn mit ihren Tieren etwas nicht stimmt.“ Mr. Kasambeku empfindet tiefe Dankbarkeit für die Arbeit, die PUC in seiner Community macht.
Und mit dem zusätzlichen kleinen Einkommen kann er nun auch das Waisenmädchen, das in seiner Familie aufwächst, zur Schule schicken.


 

Regelmäßig trifft sich das TOKA Team, dieses Mal um rückblickend über die Aktivitäten des letzten halben Jahres zu berichten und einen Activity plan für die nächsten 3 Jahre zu entwickeln. Nur so können bestehende Probleme erkannt, Lösungen gesucht, Erfahrungen ausgetauscht und das Budget geplant werden. Alle Team-Mitglieder konnten dank der erworbenen Kenntnisse und der von PUC bereitgestellten Ausrüstung einen deutlich besseren Veterinärservice anbieten, Notfälle behandeln, Geburtshilfe leisten und dank der nun zur Verfügung stehenden Kühlgeräte auch Impfstoffe lagern und anwenden. Die Erfolge motivieren und stärken das Ansehen der Mitarbeiter in der Community. Und die verbesserte Tiergesundheit hilft der ländlichen Bevölkerung zu überleben. Die Einkommenssicherung wiederum ist wichtigste Grundlage, um der jungen Generation im ländlichen Bereich einen Schulbesuch zu garantieren.


 

 

 

 

 

Beratung, Impfkampagnen, Entwurmung, Behandlung gegen Ektoparasiten, Kastrationsprogramme - die durch TOKA-Animal Care angebotenen Leistungen werden in der Community dankend angenommen, das Vertrauen wächst und damit auch die Nachfrage.

 

Die Farmer wissen den kompetenten Service zu schätzen, die Kinder freuen sich, dass ihre vierbeinigen Freunde nun geschützt sind, und auch dieser kleine Welpe darf frei von Endo- und Ektoparasiten sowie gegen Tollwut geimpft groß werden. Damit schützen die Tiergesundheitshelfer, unterstützt durch die Arbeit von PUC, nicht nur die Gesundheit der Tiere sondern auch die der Besitzer, denn es gibt nur eine gemeinsame Gesundheit für alle - ganz im Sinne von One Health!


Erfreut können wir im neuen Jahr 2018 für unserer Projekte feststellen, dass die getane Arbeit nachhaltig beginnt Früchte zu tragen: Die Ugandischen Tierarzt-Kollegen retten Leben! 

 

Dort, wo Tiere Leben bedeuten, Leben und Einkommenssicherung für die Farmer, die oft nur wenige Tiere besitzen und das Bezahlen von Schulgeld für die Kinder nur möglich ist, wenn diese Tiere überleben, dort können unsere Tierärzte immer besser diese Tierleben retten. Voller Stolz über ihren Erfolg berichten sie uns von gelungenen Behandlungen, wie so in Uganda bisher kaum durchgeführt werden konnten - einerseits, weil die Kenntnisse darüber fehlten, aber auch, weil es die dafür nötigen Instrumente nirgendwo im Lande gibt.
Dies Kuh litt an einer Schlundverstopfung durch Verschlucken eines Rübenstückes. Schaum quoll ihr aus dem Maul und sie rang nach Atem. Sie hätte diese Unglück, das leider recht häufig vorkommt, wie viel andere mit Sicherheit nicht überlebt. Erstmals wendete Dr. Patrick Ssendi die von PUC geschickten Instrumente an. Die Kenntnisse über die Technik der Behandlung konnte er sich aus den gespendeten Lehrbüchern aneignen. So konnte das festsitzende Futterstück aus dem Schlund geholt und damit der Kuh das Leben gerettet werden. Vielleicht rettet diese Kuh nun den Mädchen des Hauses den Schulbesuch!

 

 

 

 

 

 

Und auch diese Kuh wäre ohne die Unterstützung von PUC nicht mehr am Leben!

 

 

Um einen Kaiserschnitt durchzuführen, braucht es chirurgische Instrumente, die für die meisten Ugandischen Tierärzte unerschwinglich sind. TOKA hat sie - dank PUC! Und motivierte wissbegierige Tierärzte, die bereit sind, sich neue Kenntnisse anzueignen, hat TOKA auch! Eine Woche nach dem lebensrettenden Kaiserschnitt geht es dieser Kuh gut!

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